Tier – Futtermittel

12. Oktober 2018

Futtermittel: Markt bleibt weitgehend stabil

Die Futtermittelbranche ist ein bedeutender Teil des Agribusiness und der Ernährungsbranche. Futter ist die Grundlage jeder Tierhaltung und verfügt über einen hohen Stellenwert in der Landwirtschaft. Rund 22 Prozent aller Kosten in der Tierhaltung entfallen auf Futter. Die Lage am Markt ist relativ stabil: Für das Wirtschaftsjahr 2017/2018 wird ein sehr leichter Produktionsrückgang erwartet.

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aller Kosten in der Tierhaltung entfallen auf Futter

Die Branche ist mittelständisch geprägt. Rund 10.000 Beschäftigte arbeiten im Futtermittelbereich: Die Berufsbilder sind sehr unterschiedlich: Neben Verfahrenstechnologen, Kaufleuten und Fachleuten für Logistik gehören auch Agrarwissenschaftler und Tierernährer zur Branche. 2017 wurden 309 Mischfutterhersteller in Deutschland erfasst, die eine Jahresproduktion von über 500 Tonnen erzielen. Schwerpunktmäßig haben die Betriebe im Norden Deutschlands ihren Sitz. Der Konzentrationsgrad in der Branche ist relativ niedrig, die zehn größten Produzenten haben einen Marktanteil von 60 Prozent. Die Marktsituation ist daher geprägt von einem intensiven Wettbewerb.

Produktionsmenge leicht rückläufig
Die deutschen Betriebe erzeugten 2017 24,1 Millionen Tonnen Futtermittel, für das Wirtschaftsjahr 2017/2018 wird die Produktionsmenge von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) auf 23,9 Millionen Tonnen geschätzt. Die Gründe für diesen leichten Abwärtstrend werden an den Maßnahmen zur Nährstoffbilanzierung und der Initiative Tierwohl festgemacht.

Optimale Versorgung für jedes Einzeltier
Mehr als 95 Prozent der deutschen Futtermittelhersteller sind QS-zertifiziert und produzieren gemäß der hohen Qualitätsstandards. Unter 1 Prozent von über 20.000 untersuchten deutschen Futtermittelproben wiesen 2017 einen Grund zur Beanstandung auf. Dies ergab der Bericht zum Futtermittelmonitoring der QS Qualität und Sicherheit GmbH. Inländisch erzeugte Futtermittel sind somit qualitativ sicher und einwandfrei. Futtermittel, Zusatzstoffe, Mengen- und Spurenelemente und Vitamine können heute individuell auf die Versorgung jedes Einzeltiers abgestimmt werden. In erster Linie greifen Landwirte auf hofeigene Futtermittel zurück. Bei den Zukäufen spielen auch Importfuttermittel eine wichtige Rolle für die deutsche Tierhaltung. Bei den Eiweißkomponenten ist und bleibt Soja beispielsweise das mit Abstand wichtigste Importfuttermittel.

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25 Jahre Agrar-Kompetenz

Der Initiator der Website agrar-trends.de ist Dipl.-Ing. agr. Dirk Gieschen. Der Agrarökonom und Agrarjournalist ist seit mehr als 25 Jahren auf die Analyse von Agrartrends sowie die Strategieberatung von Unternehmen im vor- und nachgelagerten Bereich der Landwirtschaft spezialisiert.

Darüber hinaus ist Dirk Gieschen Geschäftsführer der Werbe- und PR-Agentur GMC Marketing GmbH in Tarmstedt (Niedersachsen) und Geschäftsführer einer landwirtschaftlichen Ausstellungsgesellschaft.