BETRIEB – ERNEUERBARE ENERGIEN

29. Oktober 2018

Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch

Ökostrom in Deutschland auf Höchststand
Noch nie zuvor hat Deutschland so viel Ökostrom produziert wie im ersten Halbjahr 2018. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden über 100 Milliarden Kilowattstunden Strom durch Wind- und Solaranlagen sowie Biomasse- und Wasserkraftanlagen erzeugt. Hinzu kommt noch der Strom aus privaten Photovoltaikanlagen. Erstmals ist ein Zuwachs um rund neun Prozent an Ökostrom innerhalb eines Halbjahres zu verzeichnen. Noch im Jahr 2016 stagnierte der Anteil der erneuerbaren Energien am deutschen Bruttostromverbrauch. 2017 wurde hingegen ein Wachstum von 31,6 auf 36,2 Prozent verzeichnet. Ursachen dafür waren unter anderem die besseren Windverhältnisse sowie die höhere Sonnenstundenzahl. Besonderen Ausschlag für den starken Anstieg gab der kräftige Ausbau der Stromerzeugungskapazitäten, insbesondere bei der Windenergie. 

Milliarden Kilowattstunden Strom wurden durch Wind- und Solaranlagen sowie Biomasse- und Wasserkraftanlagen erzeugt

Einsparung der Treibhausgasemissionen um 75 Prozent
Durch die Nutzung erneuerbarer Energien wird der Einsatz fossiler Energieträger reduziert und die Emission von Treibhausgasen vermieden, vorwiegend von CO2. Im Rahmen einer Studie im Auftrag des Bundesumweltministeriums hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) festgestellt, dass bis 2050 rund 65 Prozent des Stromverbrauchs und 50 Prozent des Wärmebedarfs aus erneuerbaren Energien bereitgestellt werden könnten. Damit würden im Vergleich der beiden Jahre 2000 und 2050 mindestens 75 Prozent der Treibhausgasemissionen eingespart. Erforderlich dafür ist jedoch eine deutliche Effizienzsteigerung bei der Nutzung fossiler Energien. Die Kosten pro kWh aus erneuerbarer Energie werden laut der Studie innerhalb der nächsten zwanzig Jahre bei Beibehaltung hoher Wachstumsraten unter die Kosten für konventionelle Energien fallen.

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Einsparung von Treibhausgasemissionen

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